Einer der größten Plätze Roms ist die Piazza Navona. Diese ließ Cäsar 46 vor Christus anlegen, um hier sportliche Wettkämpfe austragen zu können. In diesem Fall allerdings keine Gladiatorenkämpfe, sondern leichtathletische Disziplinen. Später wurden auf dem 240 Meter langem und 65 Meter breitem Platz auch Pferderennen auf einer ovalen Rennbahn veranstaltet. Heute ist der Platz ein sehr beliebter Treffpunkt, sowohl für Römer als auch für Touristen. Entweder man trifft sich in einem der Restaurants oder Bars, die die Piazza säumen oder setzt sich an einen der drei Brunnen, die über den Platz verteilt sind. Der zentrale und bekannteste Brunnen ist der 1649 errichtete Vierströmebrunnen von Bernini. Vier männliche Statuen stemmen einen ägyptischen Obelisken. Die Statuen sollen die vier großen Ströme (Ganges, Nil, Donau, Rio de la Plata) der damals bekannten Kontinente (Asien, Afrika, Europa, Amerika) darstellen. Der mittige Obelisk wurde aus dem Circus Maximus auf die Piazza Navona geschafft. Außer diesem Brunnen gibt es noch zwei weitere, etwas kleinere, am nördlichen und am südlichen Ende des Platzes. Hier kann man einen Blick auf die Fontana del Moro und den Neptunbrunnen werfen.

Ein weiterer bekannter Platz ist der etwas südlich der Piazza Navona gelegene Campo de Fiori. Dieser hat seinen Namen „Feld der Blumen“ aus der ursprünglichen Nutzung dieser Fläche. Heutzutage bauen hier täglich schon in den frühen Morgenstunden Händler ihre Marktstände auf und verkaufen frisches Gemüse, Obst, Fleisch und weitere Köstlichkeiten. Abends hingegen übernehmen die jungen Leuten den Platz und treffen sich an der Mönchsstatue oder den umliegenden Kneipen, Pubs oder Bars. Der Campo de Fiori ist der einzige Platz Roms, an dem keine Kirche und kein Brunnen steht.

Das nördliche Ende der Altstadt markiert die Piazza del Popolo, der einzige klassizistische Platz Roms, der von 1809 bis 1820 angelegt wurde. Sehenswürdigkeiten des Platzes sind der zentrale, ägyptische Obelisk. Die 24 Meter hohe Säule wurde von Sixtus V. Aufgestellt und ist die 2. größte ihrer Art in Rom. Am südlichen Ende des Platzes führen drei Straßen, wie ein Dreizack in die Altstadt. Die westliche Via di Ripetta führt Richtung Piazza Navona, die mittige Via Corso geradewegs zur Piazza Venezia und die östliche Via del Babuino zur spanischen Treppe. Zwischen diesen Straßen stehen am Piazza del Popolo die beiden Zwillingskirchen Santa Maria die Miracoli und Santa Maria in Monte Santo. Den besten Blick über den Platz hat man vom Berg Pincio, der direkt oberhalb liegt. Von diesem genießt man ein fantastisches Panorama Roms bis zum Vatikan auf der anderen Seite des Tibers.

Der Via del Babuini folgend, erreicht man die Piazza di Spagna mit der berühmten spanischen Treppe. Diese ist nach der nahe gelegenen spanischen Botschaft benannt und führt auf den Pincio zur Kirche Santissima Trinita dei Monti. Die Treppe ist eines der bekanntesten Wahrzeichen und beliebter Jugendtreffpunkt Roms. In der Umgebung des Platzes liegen einige der nobelsten Einkaufsstraßen Roms, wie die Via Condetti oder die Via Veneto. Hier haben sich hier nicht nur teure Designerlabels und Schmuckhändler, sondern auch die exklusivsten Hotels der Stadt niedergelassen. Außerdem kann man hier, im Antico Caffe Greco einen sündhaft teuren Cappuccino zu sich nehmen. In diesem Café gingen einst auch Goethe, Schopenhauer, Stendhal und Wagner ein und aus. Auf der Piazza di Spagna gibt es des weiteren einen Brunnen, die Fontana della Barcaccia.

Der berühmteste Brunnen in der Stadt der 1000 Brunnen ist jedoch die Fontana di Trevi, der Trevi-Brunnen an der Piazza di Trevi. Der 20 m breite und 26 m hohe Brunnen wurde zwischen 1732 und 1751 errichtet und zeigt den Meeresherrscher Oceanus mit zwei Pferden. Bekanntheit erlangte der Brunnen vor allem durch Anita Ekbergs berühmtes Bad in diesem in Fellinis Film „La dolce vita“. Die Fontana di Trevi ist heute ein wahrer Touristenmagnet und wird fast rund um die Uhr von Menschen umringt, die Münzen ins Wasser werfen. Dies soll eine baldige Rückkehr nach Rom sichern. Die Stadt Rom reinigt den Brunnen regelmäßig und spendet die gesammelten Münzen für wohltätige Zwecke. Pro Jahr sollen so über 500.000 Euro zusammenkommen. Auch die ärmere Bevölkerung Roms hat hier eine potentielle Einnahmequelle erkannt und steht, zum Unmut der Touristen, mit Magnet-Angeln am Rande des Brunnens bereit um sich ebenfalls ein paar der Münzen zurück an Land zu ziehen.